22. April 2008

Gedanken hoch Zwei

Gedanken ² - Ein sehr nachdenklicher Post


Für die ganz Faulen zum Hören:



Es gibt Tage, da gehe ich durch die gelben, sonnendurchfluteten Straßen, grüne Gebüsche lächeln mich an, die roten Rosen werden bei meinem Anblick ganz rosa. Stolz fliegen Vöglein über mich, mal schnell, mal langsam, mal heiter, mal fröhlich. Sie zwitschern ihre Liedlein, nur für mich. Nur um mich dreht sich die Welt, nur um mich.

Tief in meinen Gedanken stolzziere ich voran, freue mich über alles und jeden. Könnte keiner Fliege etwas zuleide tun, könnte keinen Anruf abweisen, der mein Handy erreicht. Mit einem grinsen in meinem Gesicht, so breit, wie der Amazonas lang ist, so frisch, wie Weichspüler, gehe ich voran. Immer geradeaus, immer weiter geradeaus.
Es gibt Tage, da muss man an solche Tage denken. Auch an solchen Tage gehe ich durch gelbe, sonnendurchflutete Straßen, auch die Gebüsche lächeln mich an, jedoch kann ich dieses nicht erwidern. Manchmal, da bin ich traurig. Auch an solchen Tagen bin ich tief in meinen Gedanken versunken, vielleicht etwas zu tief. Vielleicht auch im falschen Gedanken, im falschen Film. Ich komme mir blöd vor, ich kann es nicht begreifen warum, ich weiß nicht wie, weshalb und vor allem wozu. Diese Gedanken lassen sich nur sehr schwer kontrollieren, sie schweifen aus, sie schweifen immer weiter aus. Jeden Moment könnten sie zu ende sein, jeden Moment freue ich mich diese Gedanken aus meinen Kopf zu bannen, doch gerade diese Gedanken sind es, die das Leben lebenswert machen, mich zum Individuum zurückbefördern, mir den rechten Weg zeigen. Manchmal, da bin ich traurig, manchmal da übernehmen andere Emotionen die überhand, leiten mich, leiten mich in Wege, in Kreuzungen, die ich nicht kenne, die ich nicht kennen will, aber dennoch bin ich neugierig, wie dieser Weg enden wird. Wieder kommt es mir so vor, als würde dieser Traum zu ende gehen, dieser Traum, der gar kein Traum ist, aber doch ein Traum ist. Vielleicht ist es auch ein Alptraum, vielleicht auch nicht. Jeden Moment könnten diese Gedanken zerstört, ausgelöscht werden, aber just in diesem Moment werden sie nicht verloren gehen, dieser Moment ist der entscheidende, dieser Moment sagt alles aus, was in meinem Leben jemals passiert ist, was passieren wird, was nicht passieren wird. Ich höre Vöglein Lieder für mich singen, Lieder, die so fröhlich sind, dass ich nicht weiß, ob ich weinen soll, oder lachen, ob ich sie ernst nehmen soll, oder für einen Witz halten soll. es ist ein süßer, duftender Gesang, ich möchte ihn nicht verlieren, verliere ihn dennoch. Umso stärker ich versuche, diese Gedanken, diesen Gesang zu halten, desto eher verschwindet er. Die Gedanken, die mich geplagt hatten, sind mir plötzlich wichtig geworden, ich brauche sie nochmals. Die Sucht, die süße Sucht, die liebliche. Jetzt ist der Augenblock gekommen, Abschied zu nehmen, Abschied von dieserlei Gedanken.
Es gibt Tage, die sind wunderschön und dennoch so hässlich, so hässlich, dass ich sie nicht mehr haben will, dennoch bleiben sie, binden sich an mich, an mich, um das sich alles dreht. Diese Gedanken bleiben standhaft, bleiben so lange, bis ich sie mag, bis sie mir etwas bedeuten, erst ab da an fangen sie an, sich in Nebel aufzulösen, in Nebel, der schöner ist als alles andere, was man sich vorstellen kann. Als alles andere, was es gibt.
Gedanken, was ist das, Gedanken, die falsch ausgesprochen, etwas gutes und schlechtes sein können.

Hintergrund: Das ist eigentlich ziemlich improvisiert, der Post hat eigentlich nicht irgendeinen tollen Hintergrund. Es ist einfach so, dass mein Leben in letzter Zeit so verwirrt war, dass ich es eigentlich gehasst habe (die Verwirrtheit). Jetzt scheine ich viele Dinge erkannt zu haben, viele Personen werden sich in diesem Post bestimmt wieder finden. Es werden genau die Leute sein, die wenig darüber nachdenken müssen, um lange darüber nachzudenken. Genau an diese Leute geht der Post, genau an euch. Die, die mir Kraft geben, die, die mir wichtig sind, genauso wichtig, wie ich ihnen. Geben und Nehmen, Geben und Gebenlassen.

Vielen Dank fürs Lesen/Zuhören.

Euer nachdenklicher Master-F-